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Sanskrit

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Gemäß Sri Aurobindo „liegt die Größe einer Literatur zuerst in Größe und Wert ihrer Substanz, dem Wert ihrer Gedanken und der Schönheit ihrer Formen, aber auch in dem Grad, in dem sie, unter Erfüllung der höchsten Bedingungen der Sprachkunst, dazu beiträgt, die Seele, das Leben und das ideale Mental eines Volkes, eines Zeitalters, einer Kultur herauszubilden und zu erhöhen durch den Genius einiger ihrer größten oder sensibelsten geistigen Repräsentanten.“ (CWSA, Vol. 20, S. 314)

Hier betrachtet Sri Aurobindo hauptsächlich das literarische Werk, den darin eingebetteten Gedanken, die Schönheit des Ausdrucks, die Kunst der Sprache,  das kulturelle Erbe und die soziale Einstellung. In diesem Licht spricht er von der Erhabenheit der Sanskrit-Literatur wie folgt:

„Die alten, klassischen Schöpfungen der Sanskrit-Sprache stehen sowohl hinsichtlich ihrer Qualität als auch hinsichtlich des Umfangs und der Fülle hervorragender Werke, bezüglich ihrer Originalität, Kraft und Schönheit, ihrer Substanz, Kunst und Struktur, ihrer Erhabenheit, Trefflichkeit und dem Zauber ihrer Sprache sowie bezüglich der Höhe und Reichweite ihres Geistes offensichtlich in der vordersten Reihe der großen Literaturen der Welt. Ihre Sprache selbst ist, wie von kompetenten Kommentatoren allgemein anerkannt wurde, eines der vortrefflichsten, perfektesten und zulänglichen literarischen Mittel, die das menschliche Mental entwickelt hat, zugleich majestätisch, lieblich und flexibel, stark und klar geformt, vollständig klangvoll und subtil. Ihre Qualität und ihr Charakter würde schon für sich ein hinreichender Beleg für den Charakter und die Qualität jener Rasse sein, deren Geist sie zum Ausdruck brachte, und für die Kultur, die sie als Medium widerspiegelte.“ (CWSA, Vol. 20, S. 314)